Erklärung zur Bundestagswahl 2025
Kirsten Deggim und Nils Kriegeskorte, Vorsitzende von BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN Ennepe-Ruhr, äußern sich zum Wahlergebnis.
Dank an alle Beteiligten
„Wir freuen uns, dass mit Janosch Dahmen auch in den kommenden vier Jahren eine starke grüne Stimme für den Ennepe-Ruhr-Kreis im Bundestag sitzt. Wir danken allen unseren Wahlhelfer*innen und Unterstützer*innen für ihr starkes Engagement in den letzten Wochen und unseren Wähler*innen für ihr Vertrauen. Insbesondere möchten wir uns bei unseren Direktkandidaten Janosch Dahmen und Thomas Jalili Tanha für ihren unermüdlichen Einsatz bedanken“, so Kirsten Deggim Kreisvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
„Das Wahlergebnis ist für uns ein Auftrag, auch aus der Opposition weiterhin für einen konsequenten Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zu kämpfen.“
Gesellschaft wieder zusammenführen
„Wir gratulieren der CDU zum Wahlsieg, sowie Katja Strauss-Köster und Tijen Ataoğlu zum Gewinn der Direktmandate. Es liegt nun in der Verantwortung der CDU und von Friedrich Merz, schnell eine arbeitsfähige Regierung zu bilden und die Gesellschaft wieder zusammenzuführen, statt wie in den letzten Wochen zu einer weiteren Spaltung beizutragen“, ergänzt Nils Kriegeskorte Kreisvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Das Wahlergebnis muss für jede*n Demokrat*in ein Weckruf sein. Unser Ziel bleibt es, gemeinsam mit allen demokratischen Kräften Lösungen für die drängenden Fragen unserer Zeit zu finden.“
Bei der Bundestagswahl am 26.09.2021 erhielten Bündnis 90/Die Grünen im Ennepe-Ruhr-Kreis 16,17 % der Zweitstimmen.
Hierzu erklärt die Sprecherin des Kreisverbands Kirsten Deggim: „Wir sind mit dem Ergebnis im EN-Kreis zufrieden. Im Vergleich zu 2017 haben wir unser Wahlergebnis mehr als verdoppelt und unsere Direktkandidat*innen konnten sehr respektable Ergebnisse erzielen. Wir freuen uns, dass Janosch Dahmen den Ennepe-Ruhr-Kreis als GRÜNER Abgeordneter im nächsten Bundestag vertreten wird und wünschen ihm viel Erfolg bei den anstehenden Aufgaben. Auch wenn es für Ina Gießwein am Ende leider nicht mehr gereicht hat, möchten wir uns für ihren starken Wahlkampf ausdrücklich bedanken.“
„Die Wählerinnen und Wähler haben ein deutliches Votum gegen ein Weiter-So und für einen ökologischen und sozialen Wandel abgegeben“ ergänzt der Sprecher des Kreisverbands Nils Kriegeskorte. „Als GRÜNE stehen wir bereit, Verantwortung in der nächsten Bundesregierung zu übernehmen, um die Klimakrise zu bekämpfen und diesen Wandel zu gestalten. Wir danken allen Wähler*innen für ihr Vertrauen und unseren Wahlkämpfer*innen für ihren Einsatz in den letzten Wochen.“
Am Freitag, den 6. August fand der Wahlkampfauftakt der Grünen im Ennepe-Ruhr-Kreis statt.
Die Wahlkämpfer*innen trafen sich zum Austausch und zur Motivation, sowie zu einem gemütlichen Wiedersehen nach langer Zeit im Biergarten des Alten Bahnhofs in Sprockhövel.
Die Direktkandidat*innen Ina Gießwein und Janosch Dahmen machten in ihren Reden die Notwendigkeit für einen politischen Kurswechsel, hin zu verstärkten Anstrengungen im Sinnen des Klimaschutzes, eindringlich deutlich.
Ina Gießwein, Direktkandidatin im Wahlkreis 139 betonte in ihrer Rede: „Wir machen unser Land zukunftsfest und sozial gerecht mit einer Kindergrundsicherung, einer Bürger*innenversicherung und der Abkehr von Harz IV. Wir stehen als einzige Partei für konsequenten Klimaschutz. Und vor allem wir reden nicht nur, wir wollen handeln, nicht irgendwann, nicht irgendwie, sondern jetzt sofort und mit ganz konkreten Maßnahmen, die wir in unserem Klimaschutz-Sofortprogramm erläutern.
Dr. Janosch Dahmen, MdB und Direktkandidat im Wahlkreis 138 betonte „Vor uns liegt ein Jahrzehnt der Erneuerung. Wir müssen endlich dafür sorgen, dass unser Land wieder funktioniert: Züge, Schulen, Internet, um unsere Infrastruktur ist es nicht erst seit dem Hochwasser schlecht bestellt. Hier braucht es einen Neustart mit einem Staat, der sich endlich kümmert und wieder investiert. Der die Mobilitätswende voranbringt und für die Entschuldung unserer Kommunen sorgt, damit sie handlungsfähig sind für die anstehenden Veränderungen.“
Kreisverbandssprecherin Kirsten Deggim gab einen schlaglichtartigen Überblick über das umfangreiche grüne Wahlprogramm. Ihr Co-Sprecher Nils Kriegeskorte stimmte die Anwesenden auf einen motivierenden Wahlkampf ein und dankte insbesondere den Kandidat*innen für ihren engagierten Einsatz.
Am vergangenen Sonntag, dem 27. August, starteten die GRÜNEN im Kreisverband Ennepe-Ruhr in die letzten vier Wochen des Bundestagswahlkampfes. Während eines leckeren Frühstücks im Bürgertreff Blankenstein in Hattingen tauschten sich die Mitglieder der verschiedenen Ortsverbände über die geplanten Aktionen und Veranstaltungen vor Ort aus. Gemeinsam mit den zwei Direktkandidat*innen, Karen Haltaufderheide (Wahlkreis 138 – Hagen-Ennepe-Ruhr I) und Dr. Janosch Dahmen (Wahlkreis 139 – Ennepe-Ruhr-II), sowie dem Vorstand des Kreisverbandes wurde der Fahrplan für die nächsten Wochen abgestimmt.
„Wir sind hochmotiviert, gemeinsam in den nächsten vier Wochen viele Menschen davon zu überzeugen, dass unsere Grünen Ziele den Weg in eine ökologische, friedliche, vielfältige, weltoffene und gerechte Zukunft weisen. Es braucht eine starke Grüne Politik um diese Ziele zu realisieren! Wir freuen uns über das große Engagement in unseren Ortsverbänden und wollen euch bei den verschiedenen Wahlkampfaktionen tatkräftig mit vielen Besuchen unterstützen“, erklären die beiden Direktkandidat*innen. Thomas Schmitz, Vorstandssprecher des Kreisverbandes fügt hinzu: „Der große Tatendrang und die hohe Motivation in den Ortsverbänden lassen mich mit Freude und Zuversicht auf den Wahlkampf in den kommenden vier Wochen blicken.“
Neben Besuchen von Unternehmen und Initiativen im Kreis, u.a. auch gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden des Bundestags, Dr. Anton Hofreiter, sowie der nordrhein-westfälischen Spitzenkandidatin Britta Haßelmann, stehen für die zwei Direktkandidat*innen viele Podiumsdiskussionen auf dem Programm. Dazu kommen Wahlkampfstände in allen Ortsverbänden, sowie Haustürwahlkampf und andere Wahlkampfaktionen.
In ihrer Bewerbungsrede stimmte Karen Haltaufderheide die Mitglieder auf einen harten Wahlkampf ein: „Die gesellschaftliche Stimmung droht abzudriften in nationalistische und europafeindliche Parolen, Generalverdächtigungen von Flüchtlingen und Zuwanderern und einen Rollback in der Familienpolitik. Die Schreihälse am rechten Rand sind lauter und schüren Angst. Aber die Zahl derer, die eine offene, freie und demokratische Gesellschaft wollen, ist ungleich größer. Diesen Menschen müssen wir eine Perspektive bieten. Wir nehmen die berechtigten Sorgen um die innere Sicherheit sehr ernst. Aber bevor Menschen- und Bürgerrechte weiter eingeschränkt werden, müssen die bestehenden rechtsstaatlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden.“
Gleichzeitig warnte die Kandidatin davor, drängende Zukunftsfragen aus den Augen zu verlieren: „Die Themen Klimaschutz und Erneuerbare Energien sind eng verknüpft mit Fragen des Arbeitsmarktes. Doch wenn Arbeitsplätze in Gefahr geraten, haben den schwarzen Peter haben nicht die, die eine zukunftsorientierte und nachhaltige Entwicklung einleiten sondern die, die sie verschlafen.“ Mit dem Ziel einer gleichberechtigten, inklusiven Teilhabe möchte Haltaufderheide in Gerechtigkeit investieren. „Ich bin davon überzeugt, dass dazu Nachteilsausgleiche und eine gesunde öffentliche Infrastruktur ebenso notwendig sind wie etwa eine Rentenreform und gute Bildung.“
Zum traditionellen Neujahrsempfang der GRÜNEN im Ennepe-Ruhr-Kreis kamen auch in diesem Jahr wieder über 80 Gäste in das Grüne Büro. Abgeordnete, Vertreter*innen der Parteien und des Kreises, von Bürgerinitiativen und anderen gesellschaftlichen Gruppen tauschten sich beim biologischen Buffet über die anstehenden Herausforderungen aus.
Mit ihrem Grußwort mahnte Gastrednerin Bärbel Höhn, Bundestagsabgeordnete und ehemalige Umweltministerin von NRW, an: „Wir dürfen uns nicht durch Terror und Angst spalten lassen. Gelungene Integration ist dabei wichtig, denn dadurch entziehen wir der Radikalisierung die Grundlage .“
Probleme müssten ganzheitlich betrachtet werden: „Die Klimaziele die wir uns global gesetzt haben, sind ambitioniert, aber notwendig, um die Folgen der Klimakrise einzudämmen. Um diese Ziele zu erreichen, müssen sie aber in allen Politikfeldern mitgedacht werden. Das Festhalten an der Kohle, keine Veränderung bei den Autos, das Fortschreiten der Massentierhaltung, Abkommen wie TTIP und CETA konterkarieren unsere Klimaziele.“
Natürlich war aber auch das Wahljahr 2017 Thema. Der Kreisverbandsvorsitzende und Landtagskandidat Thomas Schmitz rief hier zu Mut und Geschlossenheit auf: „Wir müssen um die Freiheit und die offene Gesellschaft kämpfen. Man merkt die Wichtigkeit von Freiheit erst, wenn sie fehlt. Wir brauchen ein mutiges NRW und eine nach vorne schauende Bundesrepublik, die sich keine Angst machen lässt, sondern die Herausforderungen anpackt und für die Menschen reale Verbesserungen erzielt.“