Mehr Straßen sind keine Lösung für die Zukunft

Der geplante Ausbau des Autobahnkreuzes Wuppertal-Nord sorgt in der Region für große Besorgnis – besonders in den direkt betroffenen Anliegerkommunen Schwelm und Sprockhövel. Statt auf klimafreundliche und nachhaltige Mobilitätskonzepte zu setzen, wird hier erneut auf den Ausbau von Straßenkapazitäten gesetzt. Das ist aus unserer Sicht der falsche Weg.

„Viele Anwohner*innen fürchten mehr Lärm, massive Eingriffe in die Natur und jahrelange Baustellen direkt vor der Haustür“, erklärt Stefanie Gutscher, Vorsitzende des Kreisverbands von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Ennepe-Ruhr-Kreis und Sprockhövelerin.
„Natürlich müssen marode Brücken saniert werden, um die Sicherheit zu gewährleisten. Doch es ist nicht hinnehmbar, wenn notwendige Instandsetzungen als Vorwand genutzt werden, um Projekte durchzusetzen, die den Autoverkehr einseitig priorisieren – auf Kosten von Mensch und Umwelt.“

Um diese Entwicklung kritisch zu begleiten und eine ehrliche Debatte über die Folgen zu erzwingen, hat die Grüne Kreistagsfraktion einen Antrag auf regelmäßige Berichterstattung im Verkehrsausschuss des Kreistags Ennepe-Ruhr eingebracht. Gefordert wird, dass politische Gremien und die Öffentlichkeit fortlaufend über den Planungsstand sowie die konkreten Auswirkungen auf Umwelt und Lebensqualität informiert werden. Transparenz ist dabei kein Luxus, sondern ein Gebot der demokratischen Teilhabe.>

„Wer heute Milliarden in den Ausbau von Autobahnen investiert, ignoriert die Realität der Klimakrise und den Effekt des induzierten Verkehrs: Mehr Straßen führen langfristig zu mehr Autos – nicht zu weniger Stau“, betont Lukas Schauder, Co-Vorsitzender des Kreisverbands.
„Wir brauchen eine politische Begleitung dieses Projekts, die Mut zu echten Alternativen hat und die Lebensqualität in unseren Kommunen endlich in den Mittelpunkt stellt.“

Zum Antrag: https://gruene-en.de/2026/antrag-berichterstattung-autobahnkreuz-wuppertal-nord