Suche nach Lösung für Abgas-Problematik in Witten und Besuch der “Füllbar”

Bundesgrüne suchen Lösung für Diesel-Abgas-Problematik in Witten und besuchen Unverpacktladen “Füllbar”

Der Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Dr. Anton Hofreiter, besuchte am Mittwoch, den 30.09.2017, gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Verena Schäffer und den Direktkandidat*innen des Ennepe-Ruhr Kreises, Karen Haltaufderheide (Hagen-Ennepe-Ruhr I) und Dr. Janosch Dahmen (Ennepe-Ruhr II), die Baumot/Twintec AG, um sich dort über Hardwarelösung für die Diesel-Abgas-Problematik zu informieren, die am Entwicklungsstandort in Witten konzipiert werden. Ein Prototyp der Baumot/Twintec AG konnte in bisherigen Tests, darunter solche des ADAC, eine Reduktion der Stickoxid-Emissionen von über 90% erzielen.Dazu erklärt Dr. Anton Hofreiter: „Unser erklärtes Ziel ist der Ausstieg aus dem klima- und gesundheitsschädlichen fossilen Verbrennungsmotor. Wir wollen, dass ab 2030 nur noch emissionsfreie Neuwagen zugelassen werden. Schon heute brauchen wir aber eine rasche Lösung für die vorhandenen Dieselfahrzeuge, die die Grenzwerte übersteigen. Allein mit Software-Updates wird das nicht zu lösen sein, das meint auch die Mehrheit der Expertinnen und Experten. Es braucht auch technischen Nachrüstungen der betroffenen Fahrzeuge. “Dr. Janosch Dahmen fügt hinzu: „Solche Hardwareupdates sind machbar und müssen rasch kommen. Selbstverständlich sind die Kosten von den Herstellern zu tragen und dürfen nicht etwa den getäuschten Kunden aufgebürdet werden, hierfür muss der Gesetzgeber die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen“.

Besuch erwartete anschließend außerdem der Unverpackt-Laden „Füllbar“ im Wittener Wiesenviertel. Vor Ort informierte sich Dr. Anton Hofreiter, zusammen mit Verena Schäffer, sowie den Direktkandidat*innen, Karen Haltaufderheide und Dr. Janosch Dahmen, über das Konzept und die Gründungsgeschichte dieser kürzlich eröffneten Wittener Initiative. In der Füllbar wird die Idee vom verpackungsfreien Einkaufen in die Praxis umgesetzt: Einkaufen funktioniert dort anders als im normalen Supermarkt. Statt unverpackter Ware, die in den Einkaufswagen gelegt wird, bringen die Kundinnen und Kunden ihre eigenen Behältnisse, die vor Ort mit der gewünschte Menge Nudeln, Müsli, Gewürze oder Waschmittel befüllt werden. Das ist leichter als gedacht. Mit etwas Planung wird auch ein solcher Einkauf schnell zur Routine. Besonders begeistert ist der Grünen Politiker vom ehrenamtlichen Engagement der Betreiber, denn die Füllbar ist ein gemeinnütziger e.V. und wird nicht kommerziell betrieben. Dazu erklärt Dr. Anton Hofreiter: „Acht Millionen Tonnen Plastik landen jedes Jahr in unseren Ozeanen, dazu gehört auch jede Menge Verpackungsmaterial. Diese Initiative ist ein tolles Beispiel, dass Einkaufen auch umweltfreundlich und ohne Plastikmüll funktionieren kann.“

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