Schwerpunktthema: Bezahlbares Wohnen
Die Landesdelegiertenkonferenz (LDK) von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW am 24. und 25. Mai in Köln hat wegweisende Beschlüsse für die Kommunalpolitik gefasst. Im Zentrum des zweitägigen Parteitages standen die Themen bezahlbares Wohnen, nachhaltige Baupolitik sowie die Reform der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Nordrhein-Westfalen.
Die GRÜNEN bekennen sich zu einer Wohnungspolitik, die soziale Gerechtigkeit mit ökologischer Nachhaltigkeit verbindet. Wohnen darf kein Luxus sein, weder in der Stadt noch auf dem Land. Unsere Politik verbindet ökologische Verantwortung mit sozialer Gerechtigkeit.
Nur passgenaue Lösungen werden den vielfältigen Wohnbedürfnissen gerecht – vom Singlehaushalt über junge Familien bis hin zu älteren Menschen.
Vergabe der Listenplätze
Zur Vorbereitung der anstehenden Kommunalwahl bildeten die Wahlen der Reservelisten für die Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) sowie für die fünf Regionalräte einen weiteren Schwerpunkt des Parteitags. Auf Platz 1 der LWL-Liste wurde Karen Haltaufderheide-Uebelgünn gewählt. Ina Gießwein erhielt Listenplatz 7 des Landschaftsverbandes.
Bald 50% Frauenanteil
Bemerkenswert ist die Entwicklung der Mitgliederstruktur: Die GRÜNEN in NRW stehen kurz davor, als erste Partei in Nordrhein-Westfalen einen Frauenanteil von 50 Prozent zu erreichen. Dies unterstreicht das langjährige Engagement der Grünen für Gleichstellung und Parität in der Politik.
Politik mit Verantwortung
Auf der LDK in Köln haben sich die GRÜNEN NRW klar für die anstehenden kommunalpolitischen Herausforderungen positioniert. Wir setzen auf eine Politik, die Verantwortung für die Zukunft übernimmt – im Land, in den Städten, Gemeinden und Kreisen.
Redebeiträge im Video
Die Aufzeichnung der Landesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/DIE GRÜNEN NRW zeigt Redebeiträge unter anderem von Raoul Roßbach, Berîvan Aymaz, Tim Achtermeyer, Katharina Dröge, Felix Banaszak, Can Dündar (Gastrede), Mona Neubaur, Verena Schäffer, Benjamin Limbach, Alexandra Gauß, Alexandra Geese, Yazgülü Zeybek, Irene Mihalic, Daniel Freund und Josefine Paul.
Außerdem sind die Promotionvideos „Macht Politik weiblich!“ und „NRW: Zuhause von 18 Millionen!“ zu sehen.
Ein Klick auf den folgenden Link führt direkt zur LDK-Aufzeichnung: https://www.youtube.com/watch?v=tfQy9RPFi-0.
Wahlprogramm beschlossen, Kandidat*innen aufgestellt
Am 15.März 2025 fand im LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg in Oberhausen der Ruhrparteitag von Bündnis 90/Die Grünen statt. Bei dieser wichtigen Auftaktveranstaltung wurde das Wahlprogramm für die Kommunalwahl im September 2025 verabschiedet. Außerdem wurde die Liste der Kandidat*innen für das Ruhrparlament gewählt.
Die Delegation aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis war mit Ina Gießwein, Peter Stark, Karen Haltaufderheide, Verena Schäffer, Arne von Holdt und Anke Heuser stark vertreten.
Das Ruhrparlament ist ein zentrales politisches Gremium zur Vertretung der Interessen der Städte und Gemeinden im Ruhrgebiet Es wird bei den Kommunalwahlen im September neu gewählt.
Spitzenkandidatin Sabine von der Beck
Die GRÜNEN werden mit Sabine von der Beck aus Herne als Spitzenkandidatin antreten. Besonders erfreulich ist die erfolgreiche Positionierung von Kandidat*innen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis. Kirsten Deggim aus Herdecke konnte einen hervorragenden dritten Listenplatz erreichen. Neben Ina Gießwein aus Schwelm wurden auch Jost Rudloff-Wienhold und Marvin Bruckmann in aussichtsreiche Positionen gewählt.
Analyse der Bundestagswahl 2025
Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Gastbeitrag von Prof. Dr. Martin Florack. Er ist Leiter des Bereichs Integrierte Stadtentwicklung und Statistik bei der Stadt Oberhausen und des Wissenschaftscampus NRW. Florack präsentierte eine fundierte Analyse zur Bundestagswahl 2025.
Felix Banaszak gibt Einblick
Zudem gab der seit November 2024 amtierende Bundesvorsitzende Felix Banaszak, der selbst aus Duisburg stammt, den Delegierten Einblicke in die aktuellen Verhandlungen mit CDU und SPD in Berlin und erläuterte die erzielten Vereinbarungen.
Gemeinsamer Landratskandidat von Grünen und CDU
Ina Gießwein stellte Sebastian Arlt als gemeinsamen Landratskandidaten von Bündnis 90/Die Grünen und CDU für den Ennepe-Ruhr-Kreis vor. Die Delegierten begrüßten Sebastian Arlt mit großem Applaus.
Wahlkampagne vorgestellt
Nach der erfolgreichen Listenaufstellung wurde der Fahrplan für die kommende Wahlkampf-Kampagne vorgestellt. Die GRÜNEN im Ennepe-Ruhr-Kreis sind zuversichtlich, mit ihrem starken Team und dem verabschiedeten Programm bei der Kommunalwahl im September überzeugende Ergebnisse erzielen zu können.
Anlässlich des internationalen Frauentags am 8. März fordern die GRÜNEN Ennepe-Ruhr endlich eine politische und gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen und Männern.
„Gleichberechtigte Beteiligung von Frauen an politischen Prozessen ist für uns GRÜNE selbstverständlich. Deshalb stellen wir seit unserer Gründung mindestens 50 Prozent Frauen bei allen Wahlen auf und haben Doppelspitzen in Parteigliederungen und Fraktionen“, erläutert Kreisverbandssprecherin Karen Haltaufderheide, „Gleichstellung muss in der alltäglichen politischen Arbeit gelebt werden. Das geht natürlich am besten fifty-fifty.“
„Im Landtag NRW haben wir GRÜNE 2019 gemeinsam mit der SPD einen Entwurf für ein Paritégesetz eingebracht, um den geringen und noch dazu rückläufigen Frauenanteil im Landtag von 27,1 Prozent zu erhöhen“, berichtet die hiesige Landtagsabgeordnete Verena Schäffer, eine von zwei Frauen an der Spitze der grünen Landtagsfraktion. „Unser Gesetzentwurf befindet sich in der Beratung. Er beinhaltet, dass alle Parteien gleich viele Frauen wie Männer zu den Wahlen aufstellen müssen – und das nicht nur auf den hinteren Plätzen. Um die gesamte Bevölkerung zu repräsentieren, müsste die Hälfte der Abgeordneten Frauen sein.“
Ina Gießwein, Kandidatin der Kreisgrünen für die Bundestagswahl im September und bisher einzige weibliche Bewerberin um den Wahlkreis 139, erklärt abschließend: „Wir GRÜNE leisten schon lange unseren Beitrag. Es ist an der Zeit, dass auch die anderen Parteien dieses Demokratiedefizit beheben und anerkennen, dass nicht ihre Männer allein über die Hälfte der Bevölkerung mitentscheiden können. Die Rahmenbedingungen müssen von der Politik so gestaltet sein, dass mehr Frauen sich ein politisches Engagement vorstellen können und auch ergreifen.“