Frühlingsempfang von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ennepe-Ruhr in Wetter

Frühlingsempfang von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ennepe-Ruhr in Wetter

Traditioneller Frühlingsempfang von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Der Kreisverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ennepe-Ruhr hat am vergangenen Samstag zu seinem traditionellen Frühlingsempfang nach Wetter eingeladen. Zum Frühlingsauftakt kamen Mitglieder, Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung, Verbänden und Vereinen sowie die Bürgermeister*innen der kreisangehörigen Kommunen bei frühlingshaftem Wetter zu Austausch und Vernetzung zusammen.

Hauptrednerin des Nachmittags war Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin sowie Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Neben ihr richteten Verena Schäffer, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration, und der Bundestagsabgeordnete und gesundheitspolitische Sprecher Janosch Dahmen das Wort an die zahlreichen Gäste.

Frühlingsempfang Ort des Dialogs

Durch das Programm führten die Kreisverbandsvorsitzenden Karen Haltaufderheide-Uebelgünn und Lukas Schauder. In ihren Begrüßungsworten betonten sie die besondere Bedeutung des Frühlingsempfangs als Ort des Dialogs im Ennepe-Ruhr-Kreis.
„Der Frühlingsempfang ist eine Gelegenheit, um entspannt miteinander ins Gespräch zu kommen – über gute Ideen für den Ennepe-Ruhr-Kreis, über faire Transformation und darüber, wie wir unseren Wohlstand klimaneutral sichern können“, sagte Karen Haltaufderheide-Uebelgünn.

Starkes Zeichen

„Die großen Veränderungen unserer Zeit funktionieren nur gemeinsam – mit Kommunen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und engagierten Bürger*innen. Dass heute so viele Menschen aus dem ganzen Kreis zusammengekommen sind, ist dafür ein starkes Zeichen“, ergänzte Lukas Schauder.
In ihren Reden spannten Mona Neubaur, Verena Schäffer und Janosch Dahmen den Bogen von der sozial-ökologischen Transformation der Wirtschaft über Familien- und Bildungspolitik bis hin zu einer gerechten und krisenfesten Gesundheitsversorgung.

Mona Neubaur: Neue Chancen auch in der Region schaffen

Mona Neubaur begeisterte die Gäste indem sie aufzeigte, dass in Nordrhein-Westfalen Klimaschutz, wirtschaftliche Stärke und soziale Sicherheit zusammengehören. „Wenn wir in erneuerbare Energien, moderne Industrie und starke Kommunen investieren, schaffen wir neue Chancen – auch für Regionen wie den Ennepe-Ruhr-Kreis, “ so Mona Neubaur.

Verena Schäffer: Teilhabe unabhängig vom Geldbeutel

„Kinder, Jugendliche und Familien brauchen verlässliche Strukturen, damit sie gut aufwachsen können – von Kitas und Schulen über Jugendarbeit bis hin zu Schutz vor Diskriminierung. Wir arbeiten daran, dass Teilhabe nicht vom Geldbeutel oder der Herkunft abhängt,“ betonte die frisch gekürte Ministerin Verena Schäffer.

Janosch Dahmen: Wir brauchen eine Prävention, die alle mitdenkt

Janosch Dahmen stellte klar: „In Deutschland hängt die Gesundheitsversorgung noch immer viel zu stark vom Wohnort ab. Genau das darf aber nicht sein. Wir brauchen starke Krankenhäuser, eine gute ambulante Versorgung und Prävention, die alle mitdenkt – auch im ländlichen Raum und in der Fläche.“

Bei mildem Frühlingswetter nutzten die Gäste die Gelegenheit zu zahlreichen Gesprächen und neuen Kontakten. Frisch gebackene Waffeln, köstlicher Kuchen und die entspannte Atmosphäre boten den passenden Rahmen für inspirierende Begegnungen und einen konstruktiven Austausch.

Familiennachzug und humanitären Flüchtlingsschutz

Familiennachzug und humanitären Flüchtlingsschutz

Das Asylpaket II der Bundesregierung ist menschenverachtend

Die Grünen in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis begrüßen die klare Haltung der GRÜNEN Bundestagsfraktion gegen eine weitere Verschärfung des Asylrechts. Positiv sehen sie auch die Ablehnung des Asylpaketes II durch die heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Kapschak und Röspel.

Aussetzung des Familiennachzugs bringt Angehörige in Gefahr

Dazu erklären Frank Steinwender und Christa Stiller-Ludwig, Sprecher*innen der GRÜNEN Hagen: „Das Asylpaket II der Bundesregierung ist menschenverachtend. Eine Abschiebung wird zukünftig im Krankheitsfall nur noch dann ausgesetzt, wenn die Erkrankung nachweislich lebensbedrohlich ist. Die Aussetzung des Familiennachzugs für einen Teil der Flüchtlinge bringt Angehörige auf den Fluchtrouten in große Gefahr und erschwert die Bemühungen um Integration und ein friedliches Miteinander. Internierung und Schnellverfahren für Menschen aus angeblich sicheren Herkunftsländern lassen kaum noch erkennen, dass es sich beim Asylrecht um ein Recht handelt, das jedem Einzelnen im Notfall zusteht. Es müsste der Regierung zu Denken geben, dass ihr Menschenrechtsbeauftragter unter heftigem Protest gegen die geplanten Verschärfungen zurückgetreten ist.“

Weg öffnen für positive Aspekte der Zuwanderung

Karen Haltaufderheide und Thomas Schmitz, Sprecher*innen der GRÜNEN im Ennepe-Ruhr-Kreis ergänzen: „Statt mit fast täglich neuen Verschärfungen der Asylverfahren die Muskeln spielen zu lassen, sollte die Bundesregierung endlich ein Maßnahmenpaket für eine gelingende Integration der Ankommenden schnüren und die Kommunen bei ihrer schweren Aufgabe entlasten.
Wir GRÜNE haben dazu Vorschläge gemacht. Das würde uns den Weg öffnen für die positiven Aspekte der Zuwanderung und würde endlich die unendlichen Leistungen würdigen und unterstützen, die viele Tausend ehrenamtliche Helfer*innen im ganzen Land für ein gelingendes Zusammenwachsen erbringen.
Wir sind erfreut, dass wenigstens eine Anzahl von nordrhein-westfälischen SPD-Abgeordneten, darunter Rene Röspel und Ralf Kapschak, gemeinsam mit der Opposition gegen das Asylpaket II gestimmt haben.“